Die andere Wahrheit der Milch – ein Mythos zerbricht

Die gesundheitlichen Risiken des Milchkonsums

Macht Milch müde Männer munter? Von wegen!

Studien bringen zutage: Der Verzehr von Milch und Milchprodukten erhöht das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken. Auch andere Zivilisationskrankheiten wie Osteoporose, Krebs, Parkinson, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden von Medizinern mit dem Milchkonsum in Zusammenhang gebracht.

Eine im August 2003 veröffentlichte Studie der Harvard Universität ergab bei Milchtrinkern ein um 32 % höheres Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken – inzwischen die vierthäufigste Tumorerkrankungen bei Männern weltweit. Als besonders bedenklich erwies sich die Kombination von Milch mit »Rotem Fleisch«, also Rind-, Schweine- oder Lammfleisch.

An einer japanischen Universität wurde zudem ein Zusammenhang zwischen Milchkonsum und dem verstärkten Auftreten von Hodenkarzinom festgestellt.

Und Wissenschaftler der Harvard Medical School konnten im Rahmen der Nurses Health Studie bei hohem Milchkonsum eine Zunahme des Risikos für Eierstocktumore um 44 % feststellen. Bei Frauen, die täglich zwei oder mehr Gläser Milch getrunken haben, lag die Zunahme sogar bei 66 %.

Milch und Krebsentstehung

Bei der Tumorentstehung spielen mehrere Dinge eine Rolle. Zum einen weisen Milchtrinker höhere Konzentrationen des Wachstumsfaktors IGF1 (Insulin-Like-Growth-Faktor-1) auf, was generell das Zellwachstum anregt. Gerade Prostatazellen reagieren besonders empfindlich auf einen erhöhten IGF-1-Spiegel. Auch können Milchprodukte durch den hohen Calciumgehalt den Vitamin D3-Haushalt im Blut absinken lassen, wodurch ein wertvoller Schutz vor unkontrolliertem Zellwachstum verloren geht.

Höheres Osteoporoserisiko

Dass Milch wegen ihres hohen Calciumgehalts besonders gesund sei oder sich gar positiv auf den Knochenaufbau auswirken könnte, ist eine Annahme, die wissenschaftliche Studien mittlerweile widerlegt haben. Man hat festgestellt: Frauen, die das meiste Eiweiß durch tierische Lebensmittel zu sich nahmen, hatten eine 3fach höhere Knochenschwundrate und ein 3,7fach höheres Hüftfrakturrisiko als Frauen, die das meiste Eiweiß aus pflanzlichen Nahrungsmitteln bezogen (Studie der Universität von Kalifornien, 2001).

Wie das kommt?

Tierische Produkte enthalten neben Calcium auch viele schwefelhaltige Aminosäuren und sind sehr phosphatreich, was zu einer erhöhten Calciumausscheidung führt. ( Anmerkung : mit pflanzlichem Eiweiß passiert das nicht )

Im Jahr 2000 wurde im »American Institute of Clinical Nutrition« eine große Übersichtsarbeit veröffentlicht, in der alle Studien seit 1985 über den Zusammenhang zwischen der Knochenqualität und dem Konsum von Milchprodukten ausgewertet wurden.

In 21 Studien zeigt der Milchkonsum immerhin zu 71 % keinen positiven – oder sogar negativen Effekt auf die Knochengesundheit.

Bezeichnend ist auch, dass ausgerechnet Bevölkerungsgruppen mit einer niedrigen Calciumzufuhr weniger Knochenfrakturen aufweisen. Und: Die höchste Osteoporoserate findet sich in den klassischen Milchländern wie USA, Großbritannien, Norwegen, Schweden und Finnland.

Zum Vergleich: Afrikanische Bantu-Frauen nehmen keinerlei Milchprodukte zu sich, die Calciumzufuhr entspricht nur der Hälfte der hierzulande empfohlenen Menge, sie haben häufig bis zu 10 Kinder, die sie etwa 10 Monate lang mit Muttermilch versorgen – trotzdem ist bei diesen Frauen Osteoporose nahezu unbekannt. Wenn jedoch dieselben Frauen in westliche Länder kommen und die dortigen Ernährungsgewohnheiten übernehmen, tritt Osteoporose recht häufig auf.

Milch und Diabetes

Stichwort Diabetes: Die nnZahl der Diabetiker, der »Zuckerkranken« hat in den letzten Jahrzehnten dramatisch zugenommen. Das gilt für den »Typ 2-Diabetes«, der so genannte »Alterszucker«, der als typische Wohlstandskrankheit im wesentlichen schlicht auf Übergewicht und Bewegungsmangel zurückzuführen ist. Doch auch der »Typ 1-Diabetes«, der durch eine Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse gekennzeichnet ist, ist auf dem Vormarsch. Besonders unter Kindern ist die Entwicklung besorgniserregend. Für einen Zusammenhang zwischen dem Typ 1-Diabetes und dem Milchkonsum gibt es inzwischen so viele Hinweise, dass die amerikanische Akademie für Kinderheilkunde eine Warnung formulierte: Die frühe Gabe von Kuhmilch bei Säuglingen sei mitverantwortlich für die Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen.

Da bei Säuglingen die Darmwand noch nicht voll ausgebildet ist, gelangen Milchproteine, also Eiweißbausteine, ins Blut und werden in den ganzen Körper befördert, auch in die Bauchspeicheldrüse. Die Antikörper, die der menschliche Organismus gegen die fremden Kuhmilchproteine bildet, greifen dort die wichtigen Beta-Zellen an, da sich dort ganz ähnlich strukturierte Proteine befinden. Statt der Kuhmilch bekämpft der Körper somit seine eigenen Zellen – und kann so Diabetes hervorrufen.

Milch fördert Allergien

Auch am zunehmenden Auftreten von Allergien scheint der Milchkonsum beteiligt zu sein. Rund zwei Prozent aller Kinder über zwei Jahren haben eine akute Kuhmilchallergie, was im zunehmenden Alter das Risiko für andere Lebensmittelallergien zusätzlich erhöht. Und: Bei 20 % der Neurodermitiskranken sind Lebensmittelallergien vorhanden, bei denen Kuhmilch die Hauptrolle spielt.

Parkinson und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Des weiteren muss der Milchtrinker ein erhöhtes Risiko in Kauf nehmen, an Morbus Parkinson, der Schüttellähmung, zu erkranken. Und schließlich: In zahlreichen Studien konnte ein Zusammenhang zwischen Milchkonsum und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nachgewiesen werden, wobei der Gehalt an Cholesterin und gesättigten Fettsäuren ebenso eine Rolle spielte wie das Milcheiweiß.

Wie natürlich ist Milchtrinken?

Angesichts der gesundheitlichen Risiken, die mit dem Milchkonsum verbunden sind, ist die Frage berechtigt, ob Milch als Nahrungsmittel überhaupt geeignet ist. Tatsache ist, dass der Mensch mit seinem Milchkonsum unter den Säugetieren ein Exot ist. Kein anderes Säugetier trinkt Milch, die ja zur Aufzucht der Jungen gedacht ist, bis ins Erwachsenenalter hinein. Und dass gar die Muttermilch einer andern Art konsumiert wird, ist ein ansonsten nicht auftretendes Phänomen. Wen wundert es da, dass weltweit von 80 - 90 % der erwachsenen Bevölkerung Milch gar nicht vertragen wird? Das Enzym Laktase, das den Milchzucker Laktose in seine verdaulichen Bestandteile aufspaltet, verschwindet mit zunehmendem Alter aus unserem Darm. Das Ergebnis heißt »Laktoseintoleranz«, also Milchzuckerunverträglichkeit, und geht mit Bauchschmerzen, Koliken, Völlegefühl, Blähungen, Durchfall und Übelkeit einher.

Die Europäer, die entwicklungsgeschichtlich zu den kaukasischen Völkern gehören, haben sich zwar an die veränderten Ernährungsgewohnheiten am ehesten angepasst und können Milchzucker noch am ehesten vertragen. Alle afrikanischen, indischen und australischen Völker hingegen reagieren auf Milchkonsum im Erwachsenenalter noch »normal«, in dem Fall mit Unverträglichkeit.

Ein letztes: Milch ist als Drüsensekret alles andere als appetitlich: 1 ml Rohmilch enthält durchschnittlich 363.000 weiße Blutkörperchen und 24.400 Bakterien – ähnlich einer verdünnten Eiterflüssigkeit.




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